Design-Sonderedition helfen dabei
In Ostheim vor der Rhön haben BIONADE und die Biodiversity Foundation ein neues Feuchtbiotop geschaffen. Die zuvor wegen Staunässe landwirtschaftlich nicht nutzbare Fläche wurde ökologisch aufgewertet. Ein Flach- und Tiefgewässer, Lesesteinhaufen und eine Benjeshecke sollen künftig zahlreichen Tieren und Insekten Nahrung und Lebensraum bieten.
Das Projekt ist Teil der gemeinsamen Initiative „Vielfalt 2030“. Im Herbst wurden dort insgesamt 65 Pflanzen aus fünf Gehölz- und sieben Wasserpflanzenarten eingesetzt. An der Pflanzaktion beteiligten sich neben BIONADE und der Stiftung auch die beteiligten Umweltunternehmen sowie der Naturfilmer Dirk Steffens.
Kleine Biotope als Trittsteine für die Natur
„Jeder Quadratmeter, den wir naturnah gestalten, hilft, die Biodiversität zu bewahren“, erklärt Dirk Steffens. Das neue Feuchtbiotop soll als sogenannter Trittstein zwischen bestehenden Lebensräumen dienen. Gerade in einer überwiegend landwirtschaftlich geprägten Umgebung können solche kleinräumigen Rückzugsorte für Tiere und Insekten eine wichtige ökologische Funktion übernehmen.
Die Pflanzenauswahl schafft ein vielfältiges Lebensraumangebot: Ein über mehrere Monate gestaffeltes Blühangebot versorgt Insekten mit Nahrung. Amphibien und Wasserorganismen profitieren von der Ufervegetation und den unterschiedlich tiefen Wasserbereichen.
Artenschutz mit Bezug zur eigenen Lieferkette
BIONADE hat sich bewusst für ein Projekt in der Region entschieden. In der Rhön wächst bei Vertragslandwirten der Bio-Holunder, der für die beliebteste BIONADE-Sorte verwendet wird. Bestäubende Insekten spielen für eine erfolgreiche Ernte eine wichtige Rolle.
Die Fläche für das Feuchtbiotop stellte BIONADE-Vertragslandwirt Martin Ritter zur Verfügung. Er übernimmt künftig auch die kontinuierliche Pflege der Gehölze. Die Umsetzung und fachliche Begleitung liegen bei den Umweltunternehmen Immerbunt und Artenglück.
Design-Sonderedition finanziert Artenschutz
Finanziert wird das Engagement unter anderem über eine jährliche Design-Sonderedition. Dabei gestaltet die BIONADE-Community die Sonderetiketten einer ausgewählten Sorte. Für jede verkaufte Flasche dieser Edition spendet das Unternehmen fünf Cent an die Biodiversity Foundation von Ingrid Rudolph-Steffens und Dirk Steffens. Im vergangenen Jahr kamen nach Unternehmensangaben 50.000 Euro für das Feuchtbiotop-Projekt zusammen.
Die Entwicklung des neuen Lebensraums soll langfristig wissenschaftlich beobachtet werden. Bereits vor Beginn der Erdarbeiten wurde der Ausgangszustand erfasst. Dazu gehörten Bodenuntersuchungen mittels eDNA-Verfahren sowie Zählungen von Insekten und Vögeln. Die Untersuchungen sollen zeigen, wie sich die Artenvielfalt auf der Fläche entwickelt.
BIONADE und die Biodiversity Foundation setzen ihre Zusammenarbeit fort. Auch mit der aktuellen Design-Sonderedition wurden Spenden gesammelt. Das nächste Artenschutzprojekt in der Rhön wird derzeit ausgewählt.




