Sonderpreise bestätigen die Qualitätsarbeit des Wilhelmshofs
Doppelter Erfolg für das Wein- und Sektgut Wilhelmshof an der Südlichen Weinstraße: Bei der DLG-Bundesweinprämierung 2026 erhält der Familienbetrieb zwei Sonderpreise „Beste Kollektion“. Ausgezeichnet werden sowohl das Sortiment in der Kategorie Weißwein trocken als auch die Kollektion Sekt brut. Damit gehen zwei der begehrten Auszeichnungen in diesem Jahr an denselben Erzeuger.
Die Preise würdigen nicht einzelne Spitzenprodukte, sondern die Qualität eines gesamten Sortiments innerhalb der jeweiligen Kategorie. Eine wichtige Grundlage für die Arbeit des Wilhelmshofs ist die zu 100 Prozent biologische Bewirtschaftung seiner 22 Hektar Weinberge. Handarbeit, sorgfältige Traubenselektion und eine nachhaltige Bewirtschaftung prägen die Erzeugung.
Fünf Weißweine und drei Sekte überzeugen die Jury
Die Auszeichnung für die beste Kollektion Weißwein trocken basiert auf fünf prämierten Weinen des Jahrgangs 2025. Dazu gehören ein Weißer Burgunder aus der Lage Siebeldingen Im Sonnenschein, ein Riesling aus dem Frankenweiler Petersbuckel sowie drei weitere Weine aus den Muschelkalk- und Buntsandsteinlagen des Betriebs: Siebeldinger Weißer Burgunder und Grauer Burgunder „Muschelkalk“ sowie Frankenweiler Riesling „Buntsandstein“.
Für den Sonderpreis in der Kategorie Sekt brut überzeugten drei Sekte des Jahrgangs 2023: Riesling Crémant extra brut, Blanc de Noirs Crémant brut und Riesling Crémant brut.
Von 52 Flaschen für 52 Sonntage zur Sekttradition
Die heutige Bedeutung der Sektherstellung auf dem Wilhelmshof begann mit einer persönlichen Idee von Seniorchef Herbert Roth. Vor mehr als 55 Jahren wollte er jeden Sonntag einen guten Sekt genießen. Deshalb begann er, eigenen Sekt herzustellen – zunächst für den Eigenbedarf. Geplant waren 52 Flaschen, eine für jeden Sonntag des Jahres.
Aus dem privaten Vorhaben entwickelte sich über die Jahrzehnte ein wichtiger Betriebszweig. Herbert Roth gehörte zu den Pionieren der deutschen Sektherstellung nach französischem Vorbild. Unter anderem kelterte er den ersten Blanc de Noirs Deutschlands und setzte sich für die rechtliche Verwendung dieser Bezeichnung ein.
Bis heute bildet die traditionelle Flaschengärung das Herzstück der Sektproduktion. Die Trauben werden schonend verarbeitet, die Sekte reifen lange auf der Hefe und werden in Handarbeit gerüttelt. Der aktuelle DLG-Sonderpreis knüpft damit an eine mehr als fünf Jahrzehnte gewachsene Sektkompetenz an.
DLG-Bundesweinprämierung: Qualität über das gesamte Sortiment
Die DLG-Bundesweinprämierung gilt als führender Qualitätswettbewerb für deutsche Weine und Sekte. Seit 1951 werden Erzeugnisse aus allen 13 deutschen Anbaugebieten in unabhängigen sensorischen Prüfungen bewertet. Die Verkostungen erfolgen anonym durch geschulte Experten aus der Weinwirtschaft und angrenzenden Fachbereichen.
Die Sonderpreise „Beste Kollektion“ werden für das jeweils beste Sortiment innerhalb einer Kategorie vergeben. Bei den Weinen unterscheidet die DLG unter anderem Weißwein trocken, Weißwein fruchtig, Rotwein trocken, Barrique trocken und edelsüß. Bei den Sekten werden die Kategorien brut und fruchtig bewertet.
Familienbetrieb mit 22 Hektar biologisch bewirtschafteten Weinbergen
Das Wein- und Sektgut Wilhelmshof wird heute von Barbara Roth und Thorsten Ochocki geführt. Sie setzen die Arbeit von Christa und Herbert Roth fort und verbinden die gewachsene Tradition des Familienbetriebs mit neuen Impulsen.
Die 22 Hektar Rebfläche werden vollständig biologisch bewirtschaftet. Zum Betriebskonzept gehören der Schutz von Böden und Artenvielfalt, der Verzicht auf Herbizide und Insektizide sowie die selektive Handlese. Die wesentlichen Schritte von der Arbeit im Weinberg bis zur Vinifikation und Reifung im Keller liegen in eigener Hand.
Die beiden DLG-Sonderpreise bestätigen die Qualitätsarbeit des Wilhelmshofs sowohl bei trockenen Weißweinen als auch bei traditionell hergestellten Sekten.






