Generation Z trinkt häufiger Saft und Mocktails – Alkoholkonsum sinkt auf Rekordtief

Fruchtsaft und alkoholfreie Cocktails gewinnen bei jungen Menschen in Deutschland an Bedeutung. Laut einer YouGov-Befragung im Auftrag des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie trinken inzwischen 42 Prozent der 16- bis 26-Jährigen täglich oder mehrmals pro Woche Fruchtsaft. Gleichzeitig erreicht der wöchentliche Alkoholkonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsenen laut einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit historische Tiefstände.

Fruchtsaft wird bei jungen Menschen beliebter

Die Getränkegewohnheiten der Generation Z verändern sich. Fruchtsaft und alkoholfreie Cocktails gehören für immer mehr junge Menschen zum regelmäßigen Getränkekonsum. Das zeigen aktuelle Ergebnisse einer YouGov-Befragung im Auftrag des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF).

Bei der Befragung im Juli 2026 gaben 42 Prozent der 16- bis 26-Jährigen an, täglich oder mehrmals pro Woche Fruchtsaft zu trinken. In der Vorjahresbefragung unter 16- bis 25-Jährigen waren es noch 24,6 Prozent.

Besonders deutlich fällt der Anstieg beim täglichen Konsum aus: Der Anteil stieg von 5,8 Prozent im Jahr 2025 auf 17,6 Prozent im Jahr 2026. Weitere 24,5 Prozent trinken mehrmals pro Woche Fruchtsaft. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 18,8 Prozent.

Mocktails etablieren sich als alkoholfreie Alternative

Auch alkoholfreie Cocktails, sogenannte Mocktails, werden bei jungen Menschen zunehmend beliebter. Laut der aktuellen Befragung haben 78,3 Prozent der Befragten bereits einen Mocktail probiert. Jeder Vierte trinkt die alkoholfreien Drinks regelmäßig. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei elf Prozent.

Fruchtsaft spielt bei der Zubereitung eine wichtige Rolle: 46,2 Prozent der Befragten nennen ihn als wesentlichen Bestandteil eines Mocktails. Zugleich geben 35,1 Prozent an, dass Fruchtsaft in ihrem Leben eine große Rolle spielt. Ein Jahr zuvor lag dieser Anteil bei 21,7 Prozent.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass alkoholfreie Cocktails für viele junge Menschen mehr sind als eine gelegentliche Alternative zu alkoholischen Drinks. Sie entwickeln sich zunehmend zu einem festen Bestandteil ihrer Getränkeauswahl.

Wöchentlicher Alkoholkonsum erreicht historischen Tiefstand

Parallel zur wachsenden Bedeutung alkoholfreier Getränke geht der regelmäßige Alkoholkonsum junger Menschen langfristig zurück. Das zeigt die im September 2026 veröffentlichte Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).

Demnach tranken im Jahr 2025 insgesamt 6,8 Prozent der Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren mindestens einmal pro Woche Alkohol. Bei den 18- bis 25-Jährigen lag der Anteil bei 25 Prozent. Nach Angaben des Instituts erreichten beide Werte historische Tiefstände.

Auch das Alter beim ersten Alkoholkonsum steigt. Während Jugendliche im Jahr 2004 durchschnittlich mit 14,1 Jahren erstmals Alkohol tranken, lag das Durchschnittsalter 2025 bei 15,1 Jahren.

Darüber hinaus sank der Anteil der 12- bis 17-Jährigen, die innerhalb der vergangenen 30 Tage Alkohol konsumiert hatten, von 58,4 Prozent im Jahr 2004 auf 32,9 Prozent im Jahr 2025. Bei den 18- bis 25-Jährigen ging der Anteil im selben Zeitraum von 84,4 auf 69,3 Prozent zurück.

Alkoholfreie Getränke gewinnen im Alltag an Bedeutung

Die Ergebnisse der beiden unabhängig voneinander durchgeführten Untersuchungen zeigen unterschiedliche Entwicklungen, die sich im Getränkealltag junger Menschen ergänzen: Während regelmäßiger Alkoholkonsum seltener wird, gewinnen Fruchtsaft und Mocktails an Bedeutung.

Für Hersteller und Anbieter alkoholfreier Getränke eröffnet diese Entwicklung Ansatzpunkte, um neue Konsumanlässe und zeitgemäße Getränkekonzepte zu entwickeln. Besonders Mocktails verbinden die Vielfalt klassischer Cocktails mit dem Verzicht auf Alkohol. Fruchtsaft kann dabei als geschmackliche Grundlage und vielseitige Zutat eingesetzt werden.

Die Befragungen belegen allerdings nicht, dass der sinkende Alkoholkonsum unmittelbar durch den steigenden Konsum von Fruchtsaft und Mocktails verursacht wird. Sie zeigen vielmehr zwei parallel verlaufende Entwicklungen bei jungen Menschen.

So wurden die Daten erhoben

Die Angaben zum Fruchtsaft- und Mocktailkonsum stammen aus zwei Online-Befragungen der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag des VdF. Im Juli 2025 wurden 751 Personen zwischen 16 und 25 Jahren befragt, im Juli 2026 waren es 757 Personen im Alter von 16 bis 26 Jahren. Die Erhebung wurde nach Alter und Geschlecht quotiert und anschließend gewichtet. Laut VdF sind die Ergebnisse repräsentativ für die Generation Z.

Für die Drogenaffinitätsstudie befragte das BIÖG von April bis Juli 2025 insgesamt 7.001 Menschen im Alter zwischen zwölf und 25 Jahren telefonisch.

Weitere Informationen zu alkoholfreien Cocktails und Fruchtsaft stellt der Verband unter www.mocktailmatch.de bereit.